Maminka


2017
Cover : Maminka

Kraft­voll star­tet die Pro­duk­ti­on mit Cada­ne­as­ca, einem rasan­ten rumä­ni­schen Tanz im 9/8- Rhyth­mus, trei­bend auf dem Dara­buk­ka beglei­tet vom Gast­per­kus­sio­nis­ten Marc Heman­tha Huf­schmid. Bal­kan ist ange­sagt: aus­ge­las­sen, wild und frei. Das passt zu der Band und ihren eben­so gear­te­ten Soli, die so vir­tu­os wie eigen­stän­dig daher kom­men und dabei stets etwas erzäh­len. In „Mamin­ka“, „Hava nagi­la“ und „Róka­tánc“ zeigt Ron­ny Spie­gel auf der Gei­ge die gan­ze Palet­te solis­ti­scher Eska­pa­den jedoch auch sei­ne klas­si­schen Wur­zeln.
Aber auch jaz­zi­ge Töne sind neu­er­dings bei dem Quar­tett zu hören: so über­zeugt z.B. die Kom­po­si­ti­on „Rua Quin­ze“ des argen­ti­ni­schen Gitar­ris­ten Ari­el Facun­do Ros­si im Sti­le Djan­go Rein­hardts. In den beschwing­ten Gyp­sy Lie­dern „Joulik“ oder „Nane Tsók­ha“ trägt das Akkor­de­on­spiel von Tom Tafel ent­schei­dend zum Gelin­gen des Cross­overs bei und ver­leiht dem Sound der Band ein neu­es Colo­rit. Her­aus­ra­gend sind die bei­den israe­li­schen Stü­cke „Di gol­de­ne Pave“ und „Hava Nagi­la „. Wäh­rend „Hava Nagi­la “ sich atem­be­rau­bend ver­wan­delt, die Metren im Flu­ge wech­selt und auch har­mo­nisch immer neue Facet­ten offen­bart, schliesst das letz­te Stück der Plat­te „Di gol­de­ne Pave“ ganz schlicht und lei­se, getra­gen von der kla­ren Stim­me Ste­fa­nie Hess und der Zau­ber scheint vor­bei.

  • 1Cade­ne­as­ca
  • 2Mamin­ka
  • 3Rua Quin­ze
  • 4Nane Tsók­ha
  • 5Mar­te­sa Ime
  • 6Róka­tánc
  • 7Joulik
  • 8Mukav tu
  • 9Hava Nagi­la
  • 10Di gol­de­ne Pave